Bewegung mit Herz
Die Klinik Berlin in Bad Driburg ermöglicht die gleichzeitige Behandlung von Herz-Kreislauf- und orthopädischen Erkrankungen.
Reha-Kliniken sind auf verschiedene Fachrichtungen spezialisiert. Doch was, wenn zwei verschiedene körperliche Erkrankungen angegangen werden müssen? Für Patientinnen und Patienten mit orthopädischen und kardiologischen beziehungsweise internistischen Krankheiten hat die Klinik Berlin in Bad Driburg ein besonderes Konzept erarbeitet. Viele Menschen leiden gleichzeitig an Beschwerden des Bewegungs- und des Herz-Kreislauf-Systems. Das ist nicht verwunderlich, denn sowohl Herz-Kreislauf-Erkrankungen als auch Probleme mit dem Bewegungsapparat treten insbesondere in höherem Alter auf. Zudem haben sie teilweise gleiche Ursachen: So können Übergewicht und Bewegungsmangel nicht nur Bluthochdruck, sondern auch Rücken- und Gelenkbeschwerden nach sich ziehen. Trotzdem erleben Erkrankte oft, dass Spezialisten nicht über ihr eigenes Fachgebiet hinausschauen. In der Klinik Berlin in Bad Driburg ist das anders: „Wenn ein Patient mit Rückenschmerzen und Bluthochdruck zu uns kommt, kann er parallel von den Fachrichtungen Kardiologie und Orthopädie behandelt werden“, sagt Dr. Gregor Kosmützky, Orthopäde und Ärztlicher Direktor der Klinik Berlin. Dafür hat die Klinik ein innovatives Konzept entwickelt: die kardiologisch-orthopädische Reha. „Dieser ganzheitliche Ansatz wird in der Klinik Berlin in Bad Driburg schon seit vielen Jahren gelebt, aber durch das von uns erarbeitete Konzept hat das Kind jetzt einen Namen. Zudem haben wir unser Vorgehen standardisiert“, sagt Kardiologie-Chefärztin Dr. Sara Daraei. Zusammenarbeit der Fachrichtungen vom ersten Tag an Früher lief die Zusammenarbeit über ein Konsiliarsystem: Die behandelnde Fachrichtung bat bei Bedarf die andere Fachrichtung um eine Mitbeurteilung des Falls. Heute beginnt die Zusammenarbeit mit der Aufnahme. Nach einer interdisziplinären Besprechung erstellen Orthopäden und Internisten einen Therapieplan. „Dass wir die Behandlung von Anfang an verknüpfen, ist unsere Stärke“, sagt Dr. Kosmützky. „So können wir für die Patienten das Beste herausholen.“ Durch die Verknüpfung ergeben sich Synergie-Effekte: Die orthopädische Rehabilitation kann durch gezielte Bewegungstherapie und Physiotherapie die Fitness verbessern. Die kardiologische Rehabilitation, die oft auf Ausdauer- und Herz-Kreislauf-Training fokussiert ist, kann die Mobilität und das Wohlbefinden von Patienten mit orthopädischen Problemen unterstützen. Das kombinierte Reha-Konzept überzeugt nicht nur die Mediziner, auch bei den Erkrankten kommt es gut an: „Die Rückmeldungen, die wir bekommen, sind positiv und der Bedarf ist da.“
